Deine Stimmung ist entscheidend für das Verhalten und den Trainingserfolg deines Hundes

So nimmt dein Hund deine Laune wahr

Dein Hund hat sehr feine Sinne. Nicht nur die Nase, die Ohren und andere Sinnesorgane nehmen Dinge besser und anders wahr als die von und Menschen. Auch das Gespür deines Hundes für Emotionen ist deutlich besser ausgeprägt, als wir Menschen uns vorstellen können.
Aussagen wie: „Lass den Hund nicht merken, dass du Angst hast“, „Geh aufrecht und zielstrebig, damit dein Hund sich sicher fühlt“ sind zwar nett gemeint, im Grunde aber völliger Quatsch.
Egal was wir Menschen für ein Theater spielen, unsere Hunde wissen immer sofort wie es uns geht. Oft merken sie deutlich schneller als wir selbst, wenn sich die Stimmung im Raum und in uns selbst verändert. Nur weil wir unsere Körperhaltung so anpassen, dass wir nach außen hin mutig und selbstsicher wirken, heißt das noch lange nicht, dass unser Hund uns auch so empfindet.

Wie Stimmungen sich von einem Lebewesen auf ein anderes übertragen, dass hast du sicher schon erlebt. Denk an ein Konzert, das besonders schön war. Die Euphorie die dort in der Luft liegt, kannst du förmlich greifen. Und auch wenn du vorher einen anstrengenden Tag hattest – die Atmosphäre wird dich mitnehmen. Anders herum geht das natürlich auch und auch das hast du bestimmt schon einmal wahrgenommen. Du kommst in einen Raum voller Menschen und merkst irgendwie das alle schlecht drauf sind, ohne mit Jemandem gesprochen zu haben oder genau die Gesichter sehen zu können. Stimmungsübertragung funktioniert zwischen allen Lebewesen und wen wundert es da, das unsere Hunde, die seit Jahrhunderten mit uns Menschen gemeinsam leben, besonders empfänglich für unsere Emotionen sind.

Wenn also etwas im Alltag oder im Training mit deinem Hund nicht so gut funktioniert wie du es dir wünschst, dann könnte ein Puzzleteil der Ursache in deiner eigenen Einstellung zur Sache liegen.

Einsicht ist der erste Weg zur Besserung

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Aller Anfang ist die Achtsamkeit – wenn du weißt, was gerade passiert, kannst du damit umgehen

Sich seiner Selbst und seiner eigenen Stimmung bewusst zu sein, ist manchmal gar nicht so einfach. Denn auch wir werden durch äußere Einflüsse und Emotionen beeinflusst. Hier zu trennen – was kommt von mir und was kommt von außen – bedarf ein wenig Übung. Wie toll, dass wir unsere Hunde haben, die uns so wichtige Dinge lehren können 🙂
Hier macht Übung den Meister, prüfe dich selbst in verschiedenen Situationen darauf, wie es dir gerade geht. Bist du jetzt gerade in diesem Moment gut drauf oder eher nicht, bist du etwas aufgeregt oder leicht lethargisch, positiv gestimmt oder hat der Pessimist in dir die Oberhand?

Wenn du das gut einschätzen kannst, dann nimm in deinen Beobachtung deinen Hund dazu.
Ihr habt Hundebegegnungen, die nicht immer ganz gelassen ablaufen? Dann achte darauf, wie dein Hund sich verhält, je nachdem in welcher Stimmungslage du dich gerade befindest. Rastet er immer nur auf der Abendrunde völlig aus, wenn du gestresst vom Tag bist? Oder geht bei jedem entgegen kommenden Hund auch dein Puls schon in die Höhe?
Wenn ihr neue Sachen lernt – wie bist du drauf, wenn es gut klappt, wie ist deine Laune, an Tagen wo es nicht gut läuft?

Wenn du mehrere Hunde hast oder dich regelmäßig mit anderen zum Spaziergang triffst, dann leg auch hier dein Augenmerk drauf.
Die Stimmung, die ein einziger aufgeregter Hund verbreitet, kann eine ganze Gruppe so hibbelig machen, dass an Ruhe nicht mehr zu denken ist. Neulich erzählte mir eine Kundin, ihr Hund hätte das Jagen entdeckt, als sie mit einem „Gassikumpel“ unterwegs waren, weil die beiden zusammen immer voll unter Strom standen. Bei unsicheren Hunden kann auch eine einzige etwas ängstliche Person in der Nähe das Sicherheitsgefühl des Hundes beeinträchtigen.

Du siehst, die Launen unserer Mitmenschen und der anderen Wesen um uns herum beeinflussen uns stärker, als uns meistens bewusst ist. Legst du aber dein Augenmerk darauf, kannst du besser einschätzen, warum dein Hund so oder eben anders reagiert. Das hilft dir im Alltag zu entscheiden.

Wie ihr eueren Alltag und das Training gestaltet, hängt von euer beider Tagesform ab

Du weißt jetzt, wie stark deine Gedanken und Gefühle auch deinen Hund beeinflussen. Nun stell dir vor, du möchtest endlich das Training einer eurer Herausforderungen im Alltag angehen und du fühlst dich furchtbar und bist nervös, ob nicht doch alles schiefgeht. Diese Sorge und vor allem das „oh Gott, wenn Das und Das passiert“ – Gedankenkarussel überträgst du auf deinen Hund. Was glaubst du, wie unter diesen Vorraussetzungen der Trainingserfolg sein wird? Richtig – das geht oft nach hinten los. Unabhängig davon, dass auch dein Hund natürlich gute und schlechte Tage hat, was im Alltag und Training berücksichtigt werden sollte, darfst du ohne egoistisch zu sein auch darauf achten, wie es dir an diesem Tag geht. Denn – wenn es schiefgeht, „nur“ weil du einen schlechten Tag hast, bringt euch das kein Stück weiter.

Es ist überhaupt nicht schlimm, sich vor dem Training oder vor der Konfrontation mit einer schwierigen Situation zu fragen: Sind wir beide (mein Hund und ich) heute in der Lage, das mit einem guten Gefühl zu machen? Wenn ja prima, dann kann ja nichts schiefgehen! Wenn nein, dann lass es an diesem Tag und genießt einfach etwas, was euch beiden Spaß macht. Denn es bringt euch nicht weiter, wenn einer oder beide schlecht drauf ist und ihr deswegen Rückschritte macht. Außerdem bekommt man dann ein schlechtes Selbstbewusstsein und hat beim nächsten Mal noch ein schlechteres Gefühl.

Programmiere dein Kopfkino um und stell dir vor, wie alles wie am Schnürchen klappt

Andersherum kannst du natürlich mit einer positiven Grundhaltung deinem Hund helfen, genau zu verstehen was du von ihm willst. Je besser du dir ausmalen kannst, wie die Hundebegegnung (oder was auch immer euch Probleme bereitet) optimal verläuft, desto eher wird dein Hund so reagieren können. Sei selbstbewusst und stelle euch nur so große(kleine) Aufgaben, dass du dir sicher bist, dass das klappt. Auch wenn du so die Schwierigkeit nur sehr langsam steigern kannst, wirst du damit schneller zum Ziel kommen, als wenn du selbst dich damit unwohl fühlst.

Probiere das ruhig einmal aus. Gib deinem Hund irgendein Signal, ruf ihn heran oder lass ihn sich hinsetzen.
Stell dir einmal dabei vor, dass dein Hund genau das Gegenteil macht und beobachte, was passiert. Vielleicht klappt es trotzdem, weil unsere Hunde toll sind und gelernt haben, dass wir Menschen nicht besonders eindeutig sind. Aber vielleicht wirst du ein Zögern bemerken, ein kurzes Überlegen deines Hundes. Und dann probier einmal aus, wie dieselbe Situation aussieht, wenn du dir beim Rückruf ganz genau bildlich vorstellst, wie dein Hund beim Rückruf sofort umdreht und freudig auf dich zukommt.

Ich schwöre – wenn ich das ausprobiere, komme ich bei der Vorstellung, wie Alma zu mir rennt, nicht mal mehr dazu, das Signal zu sagen 😉

 

Also:
Achte darauf, wie deine Stimmung ist und sei dir bewusst, dass du deinen Hund mit Zweifeln, Ängsten und falschen Gedanken wahnsinnig machen kannst, wenn du genau das Gegenteil von ihm verlangst, was du selber ausstrahlst. Und nutze das, um andersherum um eure Kommunikation feiner zu machen und euer Training erfolgreicher.

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