OHJE!
„Schnell Balu komm her, da vorne kommt ein Hund mit Maulkorb, der ist bestimmt gefährlich!“

So oder so ähnlich fallen oft unsere Reaktionen aus, wenn wir beim Spaziergang auf Hunde treffen, die einen Maulkorb tragen.
Vielleicht ist auch in deiner Vorstellung ein Hund mit Maulkorb ganz eng verknüpft mit den Attributen: Aggression, Gefährlich, Wut, Angst, Unfreundlichkeit, …

Und natürlich KANN der Grund sein, dass der Hund, der uns da entgegen kommt wirklich Probleme mit Artgenossen oder Menschen hat.
Es kann aber auch sein, dass die Ursache eine ganz andere ist.
Welche das sein können und warum auch dein Hund einen Maulkorb kennen sollte, das erfährst du gleich.

1) unberechenbares Verhalten und Aggressivität – offensichtlicher Maulkorb Grund Nr. 1

Ganz klar, wenn ein Hund potentiell gefährlich ist, dann ist es GUT und RICHTIG und VERANTWORTUNGSVOLL, wenn dieser Hund draußen einen Maulkorb trägt. Völlig unabhängig davon, was die Ursache hinter dem Verhalten ist.
Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen verantwortungsvollen Hundehaltern, die die Probleme ihrer Hunde erkannt haben, daran arbeiten und währenddessen alle Beteiligten schützen, in dem sie ihrem Hund einen Maulkorb aufsetzen.

Ich war bereits in einer Situation, wo genau das nicht der Fall war. 2 Labradoodles fanden meine Anwesenheit auf einem Parkplatz mehr als unpassend und gingen mich heftig an. Die Halterin erzählte mir anschließend, das sie nicht mehr weiß was sie noch mit dem Hund machen soll, weil er mit anderen Hunden und auch Menschen immer wieder Probleme hat. Nun… ich kann verstehen, wenn man in so einer Situation ratlos ist, aber WARUM zum Teuf… waren diese Hunde nicht so gesichert das nichts passieren konnte.

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Das Ende vom Lied waren richtig dicke Blutergüsse an meinem Oberschenkel (ich hatte eine richtig dick gefütterte Winterhose an) und sogar 2 blutende Stellen inkl. einen kleinen Lochs. Das hätte nicht sein müssen, wenn die Hunde einen Maulkorb getragen und vernünftig an der Leine gesichert gewesen wären. Völlig vermeidbare und total blöde Situation…
Hattest du sowas auch schonmal?

2) Extremsituationen provozieren extremes Verhalten – Selbstschutz steht an erster Stelle

Jedes Lebewesen reagiert in Extremsituationen anders, als im Alltag. Stellen wir uns folgendes Szenario vor: Du bist mit deinem Hund auf einer kleinen Wanderung und er verletzt sich unterwegs so doll, dass du sofort zurück zum Auto und zum nächsten Tierarzt musst.
Die Verletzung tut höllisch weh, du musstest deinen Hund schon zum Auto tragen, weil er nicht mehr laufen konnte. All das hat er noch gut ertragen, aber jetzt steht er da beim Tierarzt und dieser Arzt möchte sich die Verletzung genauer anschauen.

Egal wie lieb dein Hund ist, egal wie brav er sonst beim Tierarzt ist, so eine Situation ist eine völlige Ausnahmesituation! Der liebste Hund auf erden könnte hier ausflippen und es wäre völlig normal. Schon die vorsichtige Untersuchung könnte dem Hund unbeabsichtigt solche Schmerzen bereiten, dass er im Affekt um sich schnappt. Also: kommt hier ein Maulkorb drauf.

Hat der Hund noch nie vorher einen Maulkorb getragen, wird allein das den Stress in dem Moment noch vergrößern. Hast du bereits vorher entspanntes Maulkorbtraining mit deinem Hund gemacht, ist das schonmal etwas was er kennt und wovor er keine zusätzliche Angst hat.

3) Giftköderprävention dank Maulkorb

Maulkorb Aggression Unsicherheit Tierarzt Hund Training HundetrainerWer so einen potentiellen Staubsauger zu Hause hat wie ich, dem ist vielleicht auch schonmal in den Sinn gekommen, in manchen Momenten einen Maulkorb zu nutzen um den Hund zu schützen.

Gerade im Herbst und Winter meinen die Omis hier in den Häusern der Umgebung es immer richtig gut und werfen Kistenweise Brot und Brötchen ums Haus, in die Büsche, auf Wege… einfach überall hin.

EIGENTLICH kann Alma das ziemlich gut mittlerweile. Sie kann Fressen liegen lassen, mir anzeigen und sich ihre Belohnung bei mir abholen. Aber wenn die Aufregung mal wieder sehr hoch ist und alle 2 Meter ein (für Alma schlaraffenland-leckeres Brötchen) da liegt, dann wird es irgendwann auch zu viel mit der Impulskontrolle.

Gerade in der Kalten Jahreszeit sind wir dann natürlich auch öfter im Dunkeln unterwegs, sodass ich oft nicht rechtzeitig sehe, das dort was liegt.
Und ein Brötchen ist schon doof genug (weil die Alma zwar richtig gut schmecken, sie die aber nicht so gut verträgt),  aber wir wissen ja alle was sonst noch so rumliegen könnte.

Ein Maulkorb mit entsprechender Fressbremse kann hier hilfreich sein!

4) Reisen/ öffentliche Verkehrsmittel

In vielen öffentlichen Verkehrsmitteln ist das tragen eines Maulkorbs für Hunde vorgeschrieben. Auch wenn du meistens mit dem Auto unterwegs bist, ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Anforderung dir im Urlaub mal begegnet.
Denn in einigen Ländern (manchmal auch Städten, Stadtteilen/ -bereichen) gilt Maulkorbpflicht für Hunde.

Wie blöd, wenn man bei der ganzen Urlaubsvorbereitung das Maulkorbtraining dann vergessen hat und der Hund damit richtig Stress hat.
Besser wäre doch, er hat den eh schon kennengelernt und ist damit völlig ok, oder?

5) „meiner tut nix“ – „MEINER SCHON“

Ganz oft ein Problem: Da trainierst du mit deinem Hund daran, dass er ruhig und entspannt an anderen vorbeigehen kann. Du übst seit Wochen, dass er sich nicht mehr bedrängt fühlt, wenn er an der Leine Artgenossen begegnet.
Und dann kommen sie – die „Tut-Nixe“. Natürlich ohne Leine und meist auch ohne ansatzweise auf die Signale ihrer Menschen zu reagieren, wenn denn die Menschen überhaupt reagieren – denn der Hund „tut doch nix, der will doch nur mal Hallo sagen“.

Ich verspreche dir, du wirst dein Training ganz in Ruhe und entspannt fortsetzen können, denn in dem Moment wo dein Hund einen Maulkorb trägt, halten es die „Tut-nix“-Halter dann doch für Angebracht ihre Hunde zu sich zu rufen.
Was die dann in dem Moment von dir denken, kann dir völlig egal sein, Hauptsache sich machen nicht dein wochenlanges Training wieder kaputt. 😉 Hast du das schonmal ausprobiert?

6) dein Selbstbewusstsein kriegt einen Schub

Dieser Grund ist mir erst gar nicht eingefallen, dabei ist er so wichtig! Lieben Dank an Dagmar, die mich daran auf Facebook wieder erinnert hat!
Ich weiß wie es sich anfühlt, wenn man einen nicht ganz unproblematischen Hund an der Leine hat. Und ich weiß auch, das man (gerade wenn der Hund vielleicht schonmal in einer Auseinandersetzung war) oft schon Nervenflattern kriegt, wenn sich eine ähnliche Situation anbahnt.

Gerade wenn du mitten im Training mit deinem Hund steckst, lohnt es sich, die eine Übungssituation zu erschaffen, in der du möglichst ruhig bleiben kannst. Denn wenn du ruhig und gelassen bist, weil du weißt, dass nichts Ernsthaftes passieren kann, dann wird dein Hund viel eher auf deine Führung vertrauen, als wenn du selbst völlig aufgelöst bist. Euer Training wird dann viel effektiver.

 

Das waren sie – meine 6 Gründe, warum JEDER Hund einen Maulkorb kennen sollte.
Fallen dir noch mehr ein?
Waren Gründe dabei, die du vorher noch nicht so gesehen hast?

 

Übrigens: Es ist wichtig, den Hund behutsam auf das Tragen des Maulkorbs vorzubereiten.
Einfach Maulkorb drauf und los gehts, ist selten der richtige Weg. Daher lass dir Zeit mit der Auswahl des Maulkorbs, damit er richtig gut sitzt und dem Hund nicht wehtut UND geh dann über ein ganz durchdachtes Training zu starten.

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