Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird. (C. Morgenstern)

Warum du deinen neuen Hund wie einen Gast behandeln solltest.

Wenn ein neuer Hund einzieht, ist das immer eine spannende Zeit. Egal, ob der Hund ein Welpe ist oder schon älter ist, es gibt ein paar bewährte Dinge, die du tun kannst, damit sich dein Hund gut einleben kann. Was das ist, darum geht es in diesem Blogartikel.

Ich würde mich freuen, wenn du mir am Ende sagst, wie der Einzug deines Hundes bei dir abgelaufen ist. Was würdest du immer wieder so machen, was hast du gelernt, was du verändern möchtest?

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Du bist der Gastgeber – zeige deinem Hund sein neues Umfeld

Stell dir vor du hast deinen neuen Hund abgeholt und ihr fahrt gemeinsam zu deinem Zuhause. Für den Hund ist alles fremd, er ist bei dir erst einmal zu Gast. Was du nicht tun solltest, ist den Hund auf eigene Faust alles erkunden zu lassen. Unter Hunden würde das niemals passieren. Wenn ein neuer Hund in eine Gruppe kommt oder auf ein Gelände in dem schon Hunde „wohnen“, würde er nicht einfach ohne Begleitung herumlaufen dürfen.

Verhalte dich daher so, als hättest du Übernachtungsgäste eingeladen, die zu vornoch nicht bei dir gewesen sind. Du würdest vorgehen, die Tür aufschließen und deine Gäste herein bitten. Anschließend zeigst du ihnen die Teile der Wohnung/des Hauses, die für sie wichtig sind. Du gehst also gemeinsam mit deinen Gästen durch Küche und Wohnbereich, zeigst ihnen wo das Bad ist und wo sie schlafen werden. Die Zimmer, die für den Besuch nicht relevant sind, zeigst du wahrscheinlich zunächst nicht.

Das kannst du wunderbar auf deinen neuen Hund übertragen. Betritt mit ihm sein neues Zuhause und zeige ihm zunächst die wichtigsten Räume. Zeige ihm, wo das Wasser steht, eventuell geht ihr kurz in den Garten (falls du einen hast) und zeige ihm, wo sein Schlaf-/Ruheplatz ist. Lass ihn nicht alleine durch das Zimmer laufen und sich mit den Möbeln/der Umgebung beschäftigen, sondern macht das zusammen.

Warum ist das wichtig?

Zum einen ist das schon der erste Schritt, deinem Hund Sicherheit zu geben und ihm zu signalisieren, dass du ihn in neuen Situationen führen kannst und seine sichere Bank bist. Würdest du ihn einfach alleine rumlaufen lassen, lässt du ihn damit auch allein. Auf der anderen Seite kannst du so schon die ersten Regeln abstecken und darauf aufpassen, dass der Hund nicht schon in den ersten Minuten „etwas falsch machen“ kann. Wenn er zB nicht in ein bestimmtes Zimmer reingehen darf, dann achte darauf, dass er auch jetzt nicht hinein geht. Das macht es deinem neuen Hund sehr viel leichter zu verstehen, welche Hausregeln in seinem neuen zu Hause gelten.

Regeln und Grenzen liebevoll aufstellen

Überlege dir bereits vorab, was dein Hund darf und was du nicht möchtest, wenn ihr euch zu Hause aufhaltet. Natürlich kann ein Welpe nicht ab dem ersten Tag alle Regeln einhalten und auch ein bereits erwachsener Hund hat vielleicht anfangs noch Schwierigkeiten.

Dennoch, wenn es Regeln gibt, die dir sehr wichtig sind, dann vermeide, dass dein Hund diese Regel brechen kann. Sorge also dafür, dass er das entsprechende Zimmer nicht betritt oder dass er nicht auf das Sofa springt, sofern du das auf keinen Fall möchtest. Dem Hund etwas zu erlauben, was du auf gar keinen Fall später möchtest, nur weil er noch neu ist, ist eine eher hinderliche Vorgehensweise.

Stell dir vor du kommst in ein Hotel, in dem der Wellnessbereich für alle Gäste vom 17-22 Uhr geöffnet ist. In den ersten beiden Tagen lässt man dich zu jeder Zeit ein „weil du gerade erst angekommen bist“. Und am dritten Tag schlägt dir der Mitarbeiter die Tür vor der Nase zu, weil du schon um 15 Uhr in den Pool möchtest. Natürlich wirst du das verstehen können und dich dann an die Regeln halten, aber es wäre dir deutlich leichter gefallen, wenn dieselben Uhrzeiten schon ab dem ersten Tag festgestanden hätten.

Vielleicht ist das ein doofes Beispiel, denn ich meine mit „Regeln“ keinesfalls irgendwelche Uhrzeiten.
Dennoch gilt das Prinzip: Mache deinen Hund mit den Regeln, die dir wichtig sind ab dem ersten Tag vertraut.

Achte darauf, dass es unter Umständen für den Hund schlichtweg nicht sofort möglich ist, diese Grenzen einzuhalten. Es ist normal für einen Welpen, Dinge anzukauen – gerade im Zahnwechsel haben die Zwerge es nicht leicht. Dann sorge dafür, dass schlicht nichts, was dir sehr wichtig ist, in für den Welpen erreichbarer Nähe steht.

Mehr zu Grenzen und einen liebevoll erzogenen Hund kannst du hier lesen: Gutes Benehmen hat nichts mit Training zu tun

Lass den Hund bei dir ankommen und sich in Ruhe eingewöhnen

Die Versuchung ist groß, denn auch für dich ist alles so spannend und neu. Dennoch ist es wichtig, dass dein neuer Hund in der ersten Zeit vorallem eines lernt: Zur Ruhe zu kommen und sich in deinen Alltag einzufügen. Denn das sind die Dinge, mit denen ihr die meiste Zeit eurer gemeinsamen nächsten Jahre verbringen werdet.

Besuche von Freunden, die den süßen Welpen mal sehen wollen oder das Kennenlernen der Nachbarshund bei einem „tollen Spiel“. All das kann warten. Für den Hund ist alles neu, neue Menschen, neues Umfeld, neuer Ablauf. Vielleicht bringt er eine Vorgeschichte mit und ist entsprechend gestresst. Daher lass deinem Hund Zeit, sich einzugewöhnen und entspannt in eurem Alltag anzukommen.

Besuche auf dem Hundeplatz, irgendwelches Training oder große Wanderungen würde ich nach hinten anstellen.
Gegen kurze Übungen zu Hause und auf euren Spaziergängen ist natürlich nichts einzuwenden. Versuche nicht ein möglichst großes Programm zu gestalten. Damit dein Hund sich wohlfühlt, braucht er vor allem dich als sichere Basis und Rückzugsorte, an denen er all die neuen Eindrücke bei ganz viel Schlaf verarbeiten kann.

 

 

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