In dem folgenden Artikel meiner geschätzten Kollegin Tina Hillebrand von Tiere anders behandeln, erfährst du eine Menge über die sogenannte „orale Toleranz“. Insbesondere für Welpen und Junghunde, aber auch für Halter von erwachsenen Hunden ist es wichtig dieses Prinzip zu verstehen.
Einmal verstanden und in der Fütterung beachtet, lässt sich vielen Unverträglichkeiten beim Futter vorbeugen.
Über Tina – wer sie ist und was sie macht – kannst du unter dem Artikel lesen.

Definition und Bedeutung der oralen Toleranz

Die orale Toleranz entwickelt sich im Welpenalter. Der Magen-Darm-Trakt lernt dabei, die aufgenommene Nahrung als Nährstoff zu erkennen, so dass keine allergische Reaktion darauf erfolgt. Sie verhindert also, dass der Welpe, der gerade beginnt fremde Nahrung zu fressen, allergische Reaktionen gegen diese „Fremdstoffe“ entwickelt und sorgt dafür, dass er dennoch gegen Erreger geschützt ist. Denn auch jeder neue Futterbestandteil ist ja ein Fremdstoff. Etwas ist so lange fremd, bis wir es kennen gelernt haben. Da im Welpenfutter meist sehr viele verschiedene Futterbestandteile enthalten sind, entwickeln Welpen, die damit entwöhnt wurden oftmals keine orale Toleranz.

Das Erkennungssystem wurde bereits ganz am Anfang überfordert. Dadurch sind sie anfälliger für Futtermittelunverträglichkeiten und Allergien. Das gilt auch für selbst zusammen gestelltes Welpenfutter, wenn es zu viele verschiedene Bestandteile hat.

So beachtet man die Prinzipien der Entwicklung und beugt Unverträglichkeiten vor

Tier- und Menschenkinder sollten deshalb von Anfang an mit, frischen, unbehandelten und artgerechten Lebensmitteln gefüttert werden. Eine Zutat nach der anderen darf der Körper dabei kennen lernen. Wie bei einem Menschenkind, welches von Muttermilch auf feste Kost umgestellt wird. Dort wird auch erst einmal ein neuer Bestandteil angeboten. Zum Beispiel gekochte Karotte. Am Anfang braucht es dazu nicht einmal Öl, denn in der Muttermilch ist ja genügend Fett enthalten, um auch die fettlöslichen Vitamine der Karotte nutzen zu können. Gleichzeitig hilft die Muttermilch dem Körper dabei, die neuen Nahrungsmittel als „hilfreich und wertvoll“ einzusortieren.

Um eine orale Toleranz entwickeln zu können, macht es Sinn, dass auch der Welpe bei der Umstellung auf feste Kost mit sehr klar erkennbaren Futterbestandteilen gefüttert wird. Nur eine neue Zutat pro Mahlzeit und auch nur eine Tierart pro Mahlzeit. Entweder Rind oder Lamm oder Pute oder Huhn. Jede Substanz wird einzeln erkannt und einsortiert. Je mehr Substanzen auf einmal in den Körper kommen, desto schwieriger ist das Einordnen als „wertvolle Futterquelle“ denn das Erkennungssystem wird überfordert. So werden die Weichen für spätere Unverträglichkeiten und Allergien unfreiwillig und aus Unwissenheit schon beim Welpen gestellt.

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Auch bei Futterumstellungen macht es Sinn, dass der Körper die Chance hat, eine Übersicht über die Substanzen zu behalten. Sie kennen zu lernen und den Körper auf deren Nutzung einzustimmen. Daher macht es Sinn mit einer so überschaubaren Komposition anzufangen, dass viele Menschen das als Schonkost bezeichnen.

Spannend ist, dass viele Hunde sogenannte Schonkost (wenn denn die Futterbestandteile zum Hund passen) sehr gut vertragen. Doch sobald es wieder das „normale“ Futter gibt, zeigen sich auch wieder Beschwerden. Das gilt beim gekauften Futter ähnlich oft wie beim selbst gekochten oder auch bei der Rohfütterung.

Back to the roots! – was, wenn da was schiefgelaufen ist, gibt es einen Chance das aufzuholen?

Ein Weg um in einem gewissen Umfang eine neue Chance für das Erkennen einzelner Futterbestandteile als Wertvolle Nahrung zu erkennen zu unterstützen ist ganz einfach! Die Schonkost geben die wirklich passt und dann jeweils einen neue Zutat dazu geben und über mehrere Tage beobachten wie es dem Hund damit geht! Wenn alles gut ist, dann EINE weitere Zutat und wieder beobachten. Wenn auch das gut vertragen wird EINE weitere Zutat dazu gegeben und so fort. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass ein Stück Putenfleisch roh, gekocht oder getrocknet im Grunde 3x als „wertvoll“ erkannt werden muss. Denn durch die Zubereitungen verändert sich der Aufbau und damit auch das Erkennungsmuster.

Einen Schritt nach dem anderen! Wenn wir in diesem Beispiel beim Putenfleisch bleiben, dann werden auch die unterschiedlichen Organteile alle einzeln vom Körper erkannt und einsortiert. Muskelfleisch ist einfach etwas anderes als Herz. Herz ist etwas anderes als Leber.

Und Putenhals und Putenflügel sind noch einmal etwas anders.

Tipp – damit fällt es dem Hundekörper leichter Futterbestandteile als hilfreich einzustufen

Borretschöl, tropfenweise dazu gegeben, erhöht die Chance der Einordnen einzelner Futterbestandteile als wertvolle Substanz für den Körper. Denn Borretschöl enthält einen Stoff, der auch in der Muttermilch ist. Dieser Stoff unterstützt genau diesen Prozess. Damit ist auch klar, warum Kolostrumprodukte bei so vielen Allergien oder Unverträglichkeiten erst einmal eine Besserung zu bringen scheinen. So lange aber an den Auslösern der Allergie oder der Unverträglichkeit nichts getan wird, ist die Verbesserung nur von kurzer Dauer.

Wenn wir dem Hundekörper die Chance geben wirklich noch mal neu zu sortieren, dann haben wir im Idealfall im Anschluss einen Hund, der wieder eine ganze Anzahl völlig normaler Dinge verträgt.

Mach doch mal den Futtercheck!
Wie viele verschiedene Futterbestandteile sind bei deinem Hund in einer Mahlzeit?

Heiter weiter, Tina

Ich bin Tina Hillebrand.

Jahrgang 1976 und seit 2004 als Tierheilpraktikerin, Tierkommunikatorin und Wegbegleiterin tätig.

In meiner Tierheilpraxis haben sich im Laufe der Jahre die  Bereiche Ernährungsberatung, Kräuterheilkunde, Homöopathie, Sterbebegleitung und Wegbegleitung von Mensch und Tier immer weiter entwickelt. Meine Begleitung ist prozessorientiert. Das bedeutet, dass die gemeinsamen Themen von Mensch und Tier aus verschiedenen Perspektiven erlebt und betrachtet werden.Der Perspektivenwechsel biete eine Chance auf gemeinsames Wachstum und inspiriert zu lösungsorientierter Neuordnung.
Dabei ist die Tierkommunikation für mich die effektivste Möglichkeit, den Standpunkt des Tieres mit einzubeziehen.

Die meisten Tiere haben meiner Erfahrung nach ein sehr gutes Gespür für die passenden Dinge, den passenden Zeitpunkt und den eigenen Körper.

Es ist immer wieder wundervoll, wie leicht und kreativ unsere tierischen Begleiter scheinbar komplizierte Situationen klar benennen können. Mich begeistert auch nach wie vor ihre Bereitschaft Lösungen und Möglichkeiten zu finden und mutig neue Wege zu gehen – vorausgesetzt sie scheinen ihnen sinnvoll zu sein.

Damit Wandlung und Lösung auch jenseits der Einzelbegleitung im Alltag immer wieder neue Impulse bekommen, gebe ich mein Wissen und meine Erfahrung gerne in Seminaren, Workshops, Vorträgen und Kursen weiter.

Tina Hillebrand

Tierheilpraktikerin, Tierkommunikatorin, Wegbegleiterin, Tiere anders behandeln

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