Brüllende Hunde, schwitzende Menschen, alle sind angestrengt – wo ist denn die Freude am Spazierengehen verloren gegangen?
Wir wünschen uns doch alle einen gemütlichen Spaziergang. Zeit in der Natur und vom Alltag abschalten können.

Vielleicht sagst du jetzt: Ich weiß genau woran das liegt! Mein Hund pöbelt andere an, ist nicht abrufbar, geht jagen, ….

Hier findest du eine Möglichkeit, wie du für euch trotz aller Schwierigkeiten die ein oder andere Entspannungszone schaffen kannst.
Damit auf dem Spaziergang der Stress in den Hintergrund rückt. 

Wo könnte Hund besser entspannen als auf einer Insel? 😉

Ein Ruheinsel für den Hund ist wie deine Couch oder dein Lieblingslesesessel zu Hause. Dort angekommen, kannst du automatisch besser abschalten, das Gedankenkarussel lässt sich leichter stoppen und der Alltagsstress bleibt meistens direkt vor der Tür.

Doch warum funktioniert das?
Im Grunde haben wir uns selbst konditioniert, dass dieser Ort mit Entspannung zu tun hat.
Der Lieblingssessel als eine Oase der Ruhe funktioniert deswegen, weil du ihn regelmäßig für deine Erholung genutzt hast. So verbindet dein Körper schon automatisch mit diesem Ort Erholung, Wellness und Gelassenheit.
Wäre der selbe Sessel zum arbeiten gedacht und du würdest dort ständig Kundentelefonate führen, würdest du ihn sicher nicht als „Urlaubsinsel“ ansehen.

Die meisten Hunde, deiner vielleicht auch, haben solche Orte auch in der Wohnung. Überleg mal wo dein Hund sich zurückzieht wenn er eine Mütze voll Schlaf braucht – fällt dir ein wo er hingeht?
Nur draußen, da scheinen die meisten Hunde immer unter Strom zu stehen – wo doch auch für sie ein gemütlicher Spaziergang mit viel Zeit zum Schnüffeln angenehmer ist als unter Hochspannung pöbelnd durch die Gegend zu rennen.

Möchtest du nun den Spaziergang entspannter machen, liegt es nahe das Konzept Insel der Entspannung auch nach Draußen zu übertragen.

Entspannt Draußen:
Wie du die Spaziergänge mit deinem Hund wieder genießen kannst



Welche „Insel“ eignet sich?

entspannt draußen gassigehen Hundeerziehung Hundetraining zappelhund hyperaktiv Hund langsam Ruheinsel Ruhe Ort (2)Zu Beginn ist es hilfreich sich Stellen auszusuchen, die besonders ruhig gelegen sind und an denen die „Aufreger“ deines Hundes nicht so präsent sind.
Für einen Hund der Stand heute nur volle Anspannung draußen kennt, ist es eine große Herausforderung, dann in dem Umfeld die Spannung loszulassen. Deswegen mach es ihm am Anfang so einfach wie möglich und das bedeutet zuerst: keine Ablenkung, damit die Übung „wir kommen zur Ruhe“ auch klappen kann.

Wenn dir jetzt sofort ein oder zwei Stellen einfallen, die sich eignen können – prima! Sollte dir aktuell so gar kein Ort einfallen, der geeignet wäre, dann schau dich auf den nächsten Spaziergängen bewusst danach um. Vielleicht kann die Veränderung einer eurer üblichen Runde zB schon dazu führen, dass du an eine ruhigere Ecke kommst. Vielleicht gibt es bei euch im Umkreis aber auch keinen Ort, wo dein Hund nicht ausrastet, weil zum Beispiel überall andere Hunde sind. Dann hast du möglicherweise die Option zu anderen Zeiten spazieren zu gehen, an denen nicht die komplette Nachbarschaft untergwegs ist. Ich bin mir sicher du findest eine Lösung!

Wie beginne ich mit der Entspannung auf der Ruheinsel?

Nach dem Ort, der sich eignet, denkst du darüber nach was deinen Hund normalerweise gut runterkommen lässt.
Ist es z.B. eine bestimmte Massage/Streicheltechnik?
Konzentriert er sich gut, wenn er Schnüffeln darf und kann dabei andere Sachen ausblenden?
Habt ihr vielleicht schon ein konditioniertes Entspannungssignal?

Mit diesen Optionen im Kopf gehst du nun zu eurer zukünftigen Ruheinsel und beschäftigst dich ganz entspannt mit deinem Hund. Lass ihm Zeit sich alles anzusehen, schlendert ein bisschen dort entlang, damit dein Hund ausgiebig jeden Grashalm anschauen kann. Wenn er schon etwas gelassener geworden ist, versuchst du ob er sich dort gerne streicheln lassen möchte, oder lieber Leckerchen sucht, oder ob es für den ersten Besuch eurer Ruheinsel bereits ausreicht und ihr wieder woandershin geht.

Für einige Hunde kann es schon ein großer Schritt sein überhaupt langsam zu laufen und sich aktiv mit der Umwelt, den Gerüchen, den Steinen, den Schnecken, … auseinanderzusetzen ohne hektisch zu werden. Wenn du das Gefühl hast, das das bei deinem Hund so ist, dann verlange nicht von ihm, sich sofort tief entspannen zu können. Jeder Schritt in Richtung mehr Ruhe an diesem Ort ist super!

Streu den Besuch eurer Insel ruhig öfter auf dem Spaziergang ein. Vielleicht einmal auf dem Hinweg und einmal auf dem Rückweg.
Du wirst merken, wie dein Hund von Mal zu Mal immer mehr zur Ruhe kommen kann.

Wie geht es damit weiter?

Wenn die Insel schon den „Lieblingssessel“-Effekt für deinen Hund hat, dann kannst du sie ganz bewusst einsetzen um innerhalb des Spaziergangs für Entspannung zu sorgen. Du wirst merken, dass dein Hund schon auf dem Weg zur Insel ruhiger wird. Genauso wie dein Puls sich verlangsamt, wenn du in stressigen Momenten an ein wohliges Schaumbad denkst.

Die Pause auf der Insel sorgt dafür, dass der Hund die vorhergehenden Eindrücke verarbeiten kann und der Informationsflut in seinem Kopf Herr werden kann. Sollte vorher eine blöde Situation gewesen sein, kann er hier wieder runterkommen und schleppt dieses Erlebnis nicht unter Hochspannung mit sich herum.

Gehst du anschließend weiter, dann wirst du ebenfalls merken, dass die Ruhe noch eine Weile anhält. Je mehr Ruhepunkte der Hund innerhalb des Spaziergangs hat, desto besser wird er merken, dass Anspannung und Vollspeed in Sequenzen super Spaß bringen, auf Dauer jedoch einfach nur Stress bedeuten.

 

Ich wünsche dir viel Spaß beim „einrichten“ eurer Ruheinsel und freue mich, wenn du mir von eurem persönlichen Entspannungsort draußen berichtest!

 

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