Freilauf Training für entspannte Spaziergänge: Warum das Zusammenspiel von 4 Kompetenzen den Unterschied macht
„Wenn der Rückruf funktioniert, ist der Freilauf doch entspannt, oder?“ Diese Frage höre ich immer wieder in meiner Arbeit mit Hundehaltern. Die ernüchternde Antwort: Nein. Ein perfekt trainierter Rückruf ist zwar wertvoll, aber bei weitem nicht ausreichend für wirklich entspannte Spaziergänge und Freilauf mit deinem Hund.
Stell dir vor, du sitzt auf einem Stuhl mit nur einem Bein – kein besonders komfortables Erlebnis, oder? Genau so verhält es sich, wenn wir unseren gesamten Freilauf allein auf den Rückruf stützen. Es braucht alle vier „Stuhlbeine“, damit du und dein Hund entspannt und sicher unterwegs sein könnt.
In diesem Artikel zeige ich dir, warum das harmonische Zusammenspiel von vier grundlegenden Kompetenzbereichen den entscheidenden Unterschied macht – und warum selbst ein noch so gut trainierter Rückruf dich nicht rettet, wenn die anderen Bereiche fehlen.
Der Irrglaube vom universellen Rückruf
„Mein Hund hört draußen nicht auf mich“ oder „Ich möchte einen bombensicheren Rückruf“ – das sind die beiden Hauptanliegen, mit denen Hundehalter zu mir kommen. Und ich verstehe das absolut. Der Rückruf scheint die Lösung für alle Probleme zu sein: Hund sieht Wild? Zurückrufen. Hund rennt auf anderen Hund zu? Zurückrufen. Hund verschwindet in der Ferne? Zurückrufen.
Doch hier ist die harte Wahrheit: Wenn du deinen Hund zwanzigmal innerhalb einer Stunde zurückrufen musst, wird der Spaziergang niemals entspannt sein – ganz egal, wie zuverlässig dein Rückruf funktioniert. Weder für dich noch für deinen Hund.
Warum? Weil du ständig auf der Hut sein musst, jede Situation antizipieren, jeden Reiz im Blick behalten und permanent eingreifen musst. Das ist kein Spaziergang, das ist Arbeit. Und dein Hund? Der lernt nicht wirklich, selbstständig angemessen zu reagieren. Er wird lediglich immer wieder aus Situationen herausgerissen.
Der Rückruf ist in meiner Welt ein kleines Puzzleteil innerhalb einer Kompetenz – nicht mehr und nicht weniger. Ein wichtiges Puzzleteil, ohne Frage. Aber eben nur eines von vielen.
Die 4 Kompetenzbereiche im Überblick
Für einen wirklich entspannten Freilauf benötigen Mensch und Hund vier grundlegende Kompetenzbereiche:
1. Stressmanagement & Impulskontrolle
2. Umgang mit Umweltreizen
3. Kommunikation zwischen Mensch und Hund
4. Verbindung & Orientierung
Jede dieser Kompetenzen ist für sich genommen wichtig. Aber – und das ist der entscheidende Punkt – erst ihr Zusammenspiel macht den Unterschied zwischen einem angespannten Kontrollgang und einem wirklich entspannten Spaziergang aus.
Kompetenz 1: Stressmanagement & Impulskontrolle – Die Grundlage für alles
Diese Kompetenz steht nicht zufällig an erster Stelle. Sie ist die absolute Grundvoraussetzung dafür, dass alle anderen Kompetenzen überhaupt funktionieren können.
Warum ist das so? Ganz einfach: Ein Hund (oder auch ein Mensch), der sich im Stressmodus befindet, kann nicht angemessen reagieren. Der Körper ist dann in einem Zustand, in dem er blitzschnell auf vermeintliche Gefahren reagieren muss – ohne den Umweg über Nachdenken, Abwägen oder soziale Rücksichtnahme.
Im Stressmodus funktionieren folgende Dinge nicht:
– Lernen: Neues Wissen wird nicht ins Langzeitgedächtnis übertragen
– Signale befolgen: Kurz überlegen, Absprachen treffen, sich zurücknehmen
– Orientierung an anderen: Der Hund reagiert nur noch, statt zu agieren
– Angemessene Reaktionen: Instinkte übernehmen die Kontrolle
Das bedeutet konkret: Wenn dein Hund dauerhaft gestresst ist, kannst du trainieren was du willst – er wird es langfristig nicht abspeichern. Du wirst immer wieder bei denselben Problemen anfangen, ohne dauerhafte Verbesserung zu sehen.
Gelassenheit ist die Grundvoraussetzung für angemessene Handlungen, die über reine Instinkte hinausgehen. Wenn dein Hund mit dir in Kontakt sein soll, Signale befolgen, bestimmte Reize ignorieren und sich dabei wohlfühlen soll, braucht er dafür freie mentale Kapazitäten.
weiterführende Blogartikel: Entspannung für den Hund – Spaziergänge bewusst gestalten, Impulskontrolle und Stressmanagement als Grundvoraussetzung für entspannte Spaziergänge
Kompetenz 2: Umgang mit Umweltreizen – Die Kunst der Gelassenheit
Fremde Hunde, Menschen, Kinder, Jogger, Radfahrer, Autos, Geräusche, Gerüche, Wild, Vögel – unser Alltag bietet eine enorme Palette an Reizen, auf die unsere Hunde reagieren können. Und zwar manchmal aus ihrer Sicht völlig angemessen, aus unserer Sicht jedoch übertrieben oder problematisch.
Ein entspannter Freilauf erfordert, dass dein Hund mit all diesen üblichen Umweltreizen angemessen und gelassen umgehen kann. „Angemessen“ sowohl aus Hundesicht als auch aus Menschensicht – und das ist oft genug der Knackpunkt.
Diese Kompetenz umfasst nicht nur die Begegnung mit anderen Lebewesen, sondern auch verschiedene Umgebungen mit unterschiedlichen Regeln: In der Stadt gelten andere Anforderungen als im Wald, am Strand oder auf dem Feld. Dein Hund muss lernen, diese Kontexte zu unterscheiden und sein Verhalten entsprechend anzupassen.
weiterführende Blogartikel: Nur ein bisschen aggressiv?,
Kompetenz 3: Kommunikation zwischen Mensch & Hund – Das gemeinsame Gespräch
Diese Kompetenz geht weit über einfache Kommandos hinaus. Es geht darum, dass:
– Dein Hund dich versteht – und zwar nicht nur einzelne Signale, sondern deine Körpersprache, deine Intention, deine Kommunikation insgesamt
– Du deinen Hund verstehst – seine Bedürfnisse, seine Kommunikation, seine Signale wahrnimmst und richtig interpretierst
– Ihr ein fließendes Gespräch aufrecht haltet – während des gesamten Spaziergangs, nicht nur in Problemsituationen
Hier gehört der Rückruf hinein – aber eben nur als Teil eines viel größeren Kommunikationsrepertoires. Zu dieser Kompetenz gehören:
– Signale, die den Hund steuern können (wie Richtungswechsel, Tempo, Position)
– Signale, die ein Veto gegen Verhalten einlegen können (nicht nur der Rückruf, sondern auch das Unterbrechen von Verhalten)
– Signale, die das Gespräch fließend halten (wie Aufmerksamkeitssignale, Check-ins, Orientierung)
Die Kommunikation sollte dabei nicht nur verbal funktionieren, sondern auch körpersprachlich. Was passiert, wenn du krank bist und keine Stimme hast? Versteht dein Hund dich dann immer noch?
weiterführende Blogartikel: eindeutig Kommunizieren – damit dein Hund dich versteht, erster Grundsatz der Leinenführigkeit, Signale effektiv einsetzen
Kompetenz 4: Verbindung & Orientierung – Gemeinsam unterwegs
Die vierte Kompetenz beschreibt die qualitative Dimension eures gemeinsamen Unterwegsseins:
– Gemeinsam unterwegs sein – nicht nebeneinander her existieren
– Aufeinander achten – in beide Richtungen
– Im Gespräch bleiben – auch ohne Worte
– Achtsam miteinander umgehen
– Bewusst die Zeit genießen
– Bedürfnisse wahrnehmen, erfüllen oder angemessen umleiten
Diese Kompetenz ist schwer zu greifen, weil sie sich weniger in konkreten Übungen zeigt als vielmehr in der Qualität eurer Beziehung und eurer gemeinsamen Zeit. Es ist das, was den Unterschied macht zwischen „mit dem Hund Gassi gehen“ und „mit dem Hund unterwegs sein“.
weiterführende Blogartikel: 2 Übungen für mehr Aufmerksamkeit, Grenzen setzen – warum NEIN sagen nicht hilft
Das Zusammenspiel macht den Unterschied
Jetzt kommen wir zum entscheidenden Punkt: Warum reicht es nicht, eine oder zwei dieser Kompetenzen gut zu beherrschen?
Stell dir wieder den Stuhl vor. Ein Stuhl mit nur einem Bein kippt sofort um. Ein Stuhl mit zwei Beinen ist instabil und erfordert permanente Ausgleichsbewegungen. Ein Stuhl mit drei Beinen steht zwar, aber bereits eine kleine Belastung in die falsche Richtung lässt ihn kippen.
Erst ein Stuhl mit vier stabilen Beinen bietet dir die Möglichkeit, dich entspannt zu setzen, ohne ständig aufpassen zu müssen.
Warum einzelne Kompetenzen nicht ausreichen
Lass uns das an konkreten Beispielen durchgehen:
Szenario 1: Perfekter Rückruf, aber gestresster Hund
Dein Hund kommt zuverlässig auf Zuruf. Großartig! Aber wenn er permanent im Stressmodus ist, wirst du ihn zwanzigmal pro Spaziergang zurückrufen müssen, weil er auf jeden Reiz überreagiert. Der Spaziergang wird zum Kraftakt. Außerdem wird dein Hund unter Stress das Training nicht nachhaltig abspeichern – du trainierst quasi auf Sand.
Szenario 2: Gute Verbindung, aber fehlende Kommunikation
Ihr habt eine tolle Beziehung und dein Hund orientiert sich gerne an dir. Aber wenn dir die Signale fehlen, um ihn in kritischen Momenten zu lenken, nützt dir die beste Verbindung nichts. Du kannst ihm nicht mitteilen, was du brauchst.
Szenario 3: Gelassener Hund, aber keine Orientierung
Dein Hund ist entspannt und kann gut mit Umweltreizen umgehen. Wunderbar! Aber wenn er sich nicht an dir orientiert und die Verbindung fehlt, macht er trotzdem einfach sein Ding. Er sieht keinen Grund, sich nach dir zu richten.
Szenario 4: Gute Kommunikation, aber Probleme mit Umweltreizen
Dein Hund versteht dich perfekt und reagiert auf all deine Signale. Aber wenn er bei jedem fremden Hund in die Luft geht oder jedem Reh hinterherjagt, bist du ständig am Managen. Der Spaziergang bleibt anstrengend.
Wie die Kompetenzen sich gegenseitig unterstützen
Die gute Nachricht: Die vier Kompetenzen können sich gegenseitig ausgleichen – bis zu einem gewissen Grad.
Wenn beispielsweise deine Kommunikation noch nicht perfekt ist, aber dein Hund sehr gelassen mit Umweltreizen umgeht und eine starke Orientierung an dir hat, kompensiert das die Schwäche im Kommunikationsbereich teilweise.
Oder wenn dein Hund in einer bestimmten Situation kurzzeitig gestresster ist als sonst, können eine gute Verbindung, klare Kommunikation und gelernte Strategien im Umgang mit Umweltreizen das auffangen.
Aber – und das ist entscheidend – es gibt Grenzen. Wenn ein Kompetenzbereich komplett fehlt oder extrem schwach ausgeprägt ist, können die anderen drei das nicht dauerhaft kompensieren. Es ist wie bei unserem Stuhlbein: Wenn eines komplett wegbricht, kippen die anderen drei mit.
Die Stabilität der einzelnen „Stuhlbeine“
Je stabiler und besser ausgeprägt jede einzelne Kompetenz ist, desto:
– Selbstverständlicher wird euer gemeinsamer Spaziergang
– Entspannter seid ihr beide unterwegs
– Gelassener könnt ihr mit unvorhergesehenen Situationen umgehen
– Krisensicherer ist euer Spaziergang
Und hier kommt etwas Wunderbares: Ab einem gewissen Punkt wird der Unterschied zwischen Leine und Freilauf nahezu irrelevant. Die Leine ist dann nur noch ein Sicherheitsanker für absolute Ausnahmesituationen – nicht mehr die permanente Notwendigkeit, die verhindert, dass alles im Chaos endet.
Von der Theorie zur Praxis: Wo steht ihr?
Die vier Kompetenzen zu kennen ist der erste Schritt. Der zweite ist: Herauszufinden, wo ihr aktuell steht und wo ihr hinwollt.
Eure Ausgangssituation analysieren
Bevor du mit dem Training beginnst, ist es wichtig zu verstehen, welche Kompetenzen bei euch bereits gut entwickelt sind und wo die größten Baustellen liegen. Nicht jedes Mensch-Hund-Team braucht in allen Bereichen gleich viel Arbeit.
Vielleicht ist dein Hund grundsätzlich gelassen und stressresistent, hat aber massive Probleme mit fremden Hunden. Oder eure Kommunikation funktioniert super, aber die Verbindung und gegenseitige Orientierung fehlt noch.
Eine ehrliche Bestandsaufnahme hilft dir:
– Zu erkennen, wo deine Prioritäten liegen sollten
– Realistische Zwischenziele zu setzen
– Frustration zu vermeiden, weil du nicht an allen Fronten gleichzeitig kämpfst
– Erfolge bewusst wahrzunehmen in den Bereichen, die schon gut laufen
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In dem Test findest du heraus, was jeweils dazu gehört und wie du dieses Wissen für dich und deinen Hund nutzen kannst, um eure Spaziergänge schöner zu machen.
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Eure Vision entwickeln
Mindestens genauso wichtig wie die Bestandsaufnahme ist die Frage: Wo wollt ihr hin? Wie sieht dein Traumspaziergang aus?
Und nein, „Der Hund soll einfach hören“ ist keine Vision. Geh ins Detail:
– Wie fühlt sich dieser Spaziergang an?
– Wie interagiert ihr miteinander?
– Was macht dein Hund? Was machst du?
– Wie geht ihr mit Begegnungen um?
– Welche Freiheiten hat dein Hund?
– Welche Rolle spielst du?
– Wie kommuniziert ihr?
Je klarer deine Vision, desto gezielter kannst du die Schritte dorthin planen.
Die Schritte festlegen
Zwischen „Hier stehen wir“ und „Dort wollen wir hin“ liegen viele kleine Schritte. Das Schöne an den vier Kompetenzen: Sie geben dir eine Struktur, an der du dich orientieren kannst.
Welche Kompetenz braucht am meisten Aufmerksamkeit? Womit solltest du anfangen? Die Antwort ist individuell – aber in den meisten Fällen macht es Sinn, mit Stressmanagement und Impulskontrolle zu beginnen, weil dies die Grundlage für alles andere bildet.
Die Wechselwirkungen verstehen
Eine Sache ist mir noch wichtig zu betonen: Die vier Kompetenzen existieren nicht isoliert voneinander. Sie bedingen sich gegenseitig.
Beispiel 1: Wenn dein Hund permanent gestresst ist (Kompetenz 1), wird er Schwierigkeiten haben, angemessen mit Umweltreizen umzugehen (Kompetenz 2), deine Signale zu befolgen (Kompetenz 3) und sich an dir zu orientieren (Kompetenz 4).
Beispiel 2: Wenn die Kommunikation zwischen euch nicht funktioniert (Kompetenz 3), kannst du deinen Hund nicht unterstützen, wenn er mit einem schwierigen Umweltreiz konfrontiert ist (Kompetenz 2), was zu Stress führt (Kompetenz 1) und eure Verbindung belastet (Kompetenz 4).
Beispiel 3: Wenn dein Hund keine Verbindung zu dir und keine Orientierung an dir hat (Kompetenz 4), wird er deine Kommunikationsversuche ignorieren (Kompetenz 3), selbstständig auf alle möglichen Umweltreize reagieren (Kompetenz 2), was für euch beide stressig ist (Kompetenz 1).
Diese Wechselwirkungen zeigen: Es ist zwar hilfreich, an einzelnen Kompetenzen gezielt zu arbeiten – aber du solltest nie aus den Augen verlieren, wie sie zusammenhängen.
Warum dieser ganzheitliche Ansatz so viel verändert
Vielleicht fragst du dich jetzt: Ist das nicht furchtbar kompliziert? Muss ich wirklich an so vielen verschiedenen Dingen arbeiten?
Die Antwort ist: Ja und Nein.
Ja, es sind vier verschiedene Kompetenzbereiche, die entwickelt werden wollen. Das klingt nach viel Arbeit.
Aber Nein, es ist nicht komplizierter als der verzweifelte Versuch, mit einem perfekten Rückruf alle Probleme zu lösen. Im Gegenteil: Dieser ganzheitliche Ansatz ist auf Dauer viel einfacher und vor allem nachhaltiger.
Warum?
1. Du arbeitest an den Ursachen, nicht nur an Symptomen: Statt ständig Problemverhalten zu managen, schaffst du die Grundlagen für entspanntes Verhalten.
2. Die Kompetenzen verstärken sich gegenseitig: Jeder Fortschritt in einem Bereich macht die Arbeit in den anderen Bereichen leichter.
3. Du siehst schneller Erfolge: Weil du nicht mehr nur an einer Stellschraube drehst, während die anderen drei gegen dich arbeiten.
4. Der Spaziergang wird wirklich entspannt: Nicht nur theoretisch, sondern in der praktischen Realität eures Alltags.
5. Ihr werdet krisensicher: Auch unvorhergesehene Situationen oder außergewöhnliche Herausforderungen werfen euch nicht mehr komplett aus der Bahn.
Der Weg zum entspannten Freilauf
Entspannter Freilauf ist kein Zustand, den du durch das Absolvieren einer bestimmten Anzahl von Trainingseinheiten erreichst. Es ist ein Prozess, in dem du und dein Hund gemeinsam wachst.
Es ist das Ergebnis des harmonischen Zusammenspiels verschiedener Fähigkeiten – von Mensch UND Hund. Nicht nur dein Hund muss lernen und sich entwickeln. Auch du als Hundehalter wächst in diesen vier Kompetenzbereichen:
– Dein Stressmanagement und deine Impulskontrolle
– Dein Umgang mit herausfordernden Situationen
– Deine Kommunikationsfähigkeiten
– Deine Fähigkeit zur Verbindung und dein Orientierungsangebot
Entspannte Spaziergänge entstehen in der Begegnung zweier Individuen, die gelernt haben, aufeinander zu achten, miteinander zu kommunizieren, gelassen zu bleiben und verbunden zu sein.
Fazit: Die Magie liegt im Zusammenspiel
Wenn du einen einzigen Gedanken aus diesem Artikel mitnimmst, dann diesen: Der Rückruf allein macht keinen entspannten Freilauf.
Es sind die vier Kompetenzen – Stressmanagement & Impulskontrolle, Umgang mit Umweltreizen, Kommunikation und Verbindung & Orientierung – die in ihrem Zusammenspiel den Unterschied machen.
Jede einzelne Kompetenz ist wichtig. Aber erst wenn alle vier „Stuhlbeine“ stabil sind, kannst du dich wirklich entspannt zurücklehnen und die gemeinsame Zeit mit deinem Hund genießen.
Es lohnt sich, diesen ganzheitlichen Blick einzunehmen. Nicht weil es einfacher ist (das ist es zunächst nicht), sondern weil es dich und deinen Hund wirklich weiterbringt. Weil es nachhaltig funktioniert. Weil es euren Alltag tatsächlich verändert.
Und weil am Ende eines dieser Tage stehen wird, an dem du mit deinem Hund durch den Wald läufst, die Leine locker über deiner Schulter hängt, und ihr beide einfach nur entspannt die Zeit miteinander genießt. Gemeinsam. Verbunden. Im Gespräch. Gelassen.
Und dann wirst du wissen: Es war jede Mühe wert, an allen vier Stuhlbeinen zu arbeiten.



